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Musizieren, Musikschule(n) und Musikalische Bildung fördern

Aktivies Musizieren bereichert nicht nur das Lebensgefühl. Es fördert auch das Sozialverhalten, schafft Kontakte - auch über Altersstufen hinweg. Die Förderung aktiven Musizierens ist somit auch ein wichtiger Beitrag zur soziokulturellen Integration. Der Städtischen Sing- und Musikschule (SMS) kommt hier eine wichtige Aufgabe innerhalb der Stadt München zu. Aber ihr Angebot muss gerechter über die Stadt verteilt werden, örtliche Kooperationen mit privaten Musikschulen und Musikvereinen sind angesagt, wie der Ausbau von Klassenmusizieren in München.

Musiktage 2011 an der Helsinkischule

Hier liegt jedoch vieles im Argen, wobei der Stadtrat mit seiner Ausgabendeckelung für die städtische Sing- und Musikschule seit 2000 nicht unschuldig ist. Gottseidank konnte die CSU auf Intiative von Stadträtin Beatrix Burkhardt und mir endlich etwas bewegen, wobei ich den SPD-Kollegen Dr. Ingrid Anker und Dr. Richard Bauer für die konstruktive Unterstützung ausdrücklich danke.

Ich setze mich gerne dafür ein, dass das Musikunterrichtsangebot für die Münchner verbessert wird. Hierbei spielt die Vernetzung der unterschiedlichen Anbieter und Akteure eine ebenso wichtige Rolle, wie eine flächendeckende örtliche Präsenz. Musikschulen aus den Umlandgemeinden können hier wertvolle Anregungen liefern.

Aktuelles aus dem Stadtrat und BA 15

05.06.2013: IKARUS, KLAMU, VARIUS & Co - endlich kommen Reformen beim Angebot der SMS wirklich voran (Stadtratsbeschluss)
02.05.2012: Endlich kann sich der Stadtrat qualifiziert mit meinen Anträgen zur musikalischen Bildung in München befassen.
- Thema "Städt. Sing- und Musikschule" [Details]
- Thema "Klassenmusizieren": [Details]
03.08.2010: Ganztagesangebote öffnen - Musikangebote wieder in die städtischen Schulen holen (Stadtratsantrag)
15.07.2011: Klassenmusizieren in München - Status und Perspektive (Stadtratsantrag)
22.10.2008: „Jedem Kind ein Instrument“ - JeKi - Erfahrungen und Perspektiven (Stadtratsantrag)
06.08.2008: Die Zukunft der Städtischen Sing- und Musikschule (Stadtratsantrag)

BA15-Anträge:
20.10.2005: 175 Jahre Sing- und Musikschule (SMS): Pilotprojekt Bläserklassen in Trudering; BA-Antrag Nr. 02-08 / B 00670
23.09.2004: Fördern und fordern; Musikunterricht für arme begabte Kinder, Antrag Nr. 2401
29.07.2004: Fragen zur Zusammenarbeit zw. städt. Musikschule und örtlichen Musikgruppen/ Blasorchestern
20.01.2000: Anpassung des städtischen Musikschulangebots an das örtliche Schülerwachstum Antrag Nr.4481 des BA 15

Presse:
14.06.2016: Freude über Instrumentenleihgabe - Truderinger Kulturkreis unterstützt Posauenchor-Jungbläserausbildung (Südostkurier)
21.10.2011: Messestadt Riem/Trudering · Musik für alle (Südostkurier)
26.10.2011: Des Stadtrats Trompetenverleih (SZ, PDF-Version a. A.)
05.09.2009: CSU will mehr Musik in den Stadtvierteln (Münchner Merkur)

Musizieren bereichert und verbindet

"Wer Musikschulen schließt, verletzt die Innere Sicherheit" - dieses Schily-Zitat mag zwar überspitzt sein, ein wahrer Kern steckt allemal darin. Gemeinsames Musizieren ist beileibe kein großbürgerliches Privileg, sondern kombiniert eine Steigerung der individuellen Lebensfreude mit einer Steigerung der sozialen Bindungen. Gleichwohl darf diese Bindung nicht instrumentalisiert und überstrapaziert werden.

In München ist die Städtische Sing- und Musikschule der "Platzhirsch" auf dem Gebiet des Musikunterrichts. Ihr Anspruch ist es, Kindern unabhängig vom Geldbeutel der Eltern einen nachhaltigen Zugang zum aktiven Musizieren zu bieten. Leider ließ dieser Anspruch lange zu wünschen übrigen. Die Musikunterrichtsrate ist in München im Vergleich zu anderen Bayerischen Städten unakzeptabel gering. Das bedeutet eine Schlechterstellung vieler Münchner Kinder.

Auch das Thema "Klassenmusizieren" bzw. "Bläserklassen" ("Streicherklassen", "Chorklassen") hat in München noch nicht die Umsetzung erlangt, die man in einer Schulstadt erwarten könnte. Allerdings hat der Stadtrat mit Beschluss vom 5.6.2013 endlich die Türe zu strukturellen Verbesserungen geöffnet.

Musterfall: Städt. Musikschule in der Messestadt

Unter der Leitung von Sibylle Gottschewski und dem Messestadt-Team der Städtischen Sing- und Musikschule (SMS) ist in der Messestadt Riem eine vorbildliches Musikbiotop entstanden. Ich unterstütze es durch Pflege einer eigenen Internetpräsenz unter [www.messestadt-riem.de/musik/sms/].

orchester Messestadt

Politische Umsetzung

Ich habe das Thema seit 2000 in diversen BA-Anträgen aufgegriffen und nach dem Amtsantritt des neuen Musikschulleiters, Hans Peter Pairott, in einem umfassenden Stadtratsantrag zusammen mit meiner Kollegin Beatrix Burkhardt aufgegriffen.

Es kommt uns dabei auch auf eine für München neuartige Förderung der Zusammenarbeit der SMS mit anderen Akteuren der Musikausbildung wie freie Musikschulen und Musiksvereine etc. an.

Nach jahrelanger Bearbeitung im Schulreferat RBS hat der Stadtrat am 2.5.2012 handfeste Verbesserungsmaßnahmen beschlossen - ein großer Erfolg [Details][Pressemitteilung].

Eigene Aktivitäten

2007 führten meine Frau Gundula (Klavier, Posaune) und ich zum erstenmal an einer Grundschule (Turnerschule in Waldtrudering) im Rahmen eines Projekttages für Dritt- und Viertklässler einen zweistündigen "Crashkurs Blechblasn" durch. 2010 und 2011 gab es in der Helsinkischule in der Messestadt Fortsetzungen. Der [2011er Kurs] (mit Paul Wolf von den Messblechern) war besonders nachhaltig, weil sich hieraus eine Klassenbläsergruppe entwickelte. Musiktage-Helsinkischule 26.09.2011

Presseartikel finden Sie im [Bogenhausener Anzeiger] .